GLOSSARY
Abfallend
Eine Möglichkeit der grafischen Gestaltung, bei der
Bilder, Flächen, Text oder auch Linien bis über den Rand des Druckproduktes
reichen und an diesem angeschnitten werden, d.h. es verbleibt nach dem Beschnitt
kein weißer Rand. Durch den Wegfall des weißen Randes erscheint die Bildfläche
optisch größer. Für den Beschnitt sind grundsätzlich mind. 3mm Überfüller, also
über das Endformat hinaus, zu berücksichtigen.
Additive Farbmischung
Mischung von Lichtfarben (Selbstleuchtern),
optische Mischung von Farben. Mischung der drei spektralen Grundfarben Rot, Grün
und Blau (RGB). Ausgangspunkt dieser Farbmischung ist die völlige Lichtlosigkeit
(schwarz). Die Mischung gleicher Anteile der additiven Grundfarben (Rot, Grün
und Blau) ergibt Weiß. Die Mischungen von Farben an Monitor oder Fernsehgeräten
folgen den Gesetzen des additiven Farbsystems.
Additive Grundfarben
Lichtfarben, Primärfarben. Die spektralen
Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB), die sich in einem additiven
Farbmischsystem nicht aus anderen Farben mischen lassen. Weißes Licht ist
umgekehrt mit Hilfe eines Glasprismas in die drei additiven Grundfarben zu
zerlegen. Gelb, Cyan und Magenta entstehen bei diesem Farbsystem als
Mischfarben.
Ausschießen
Ausgeschossen wird um den Druckbogen optimal mit
Nutzen zu füllen und so wenige Bögen (Papier) wie möglich bedrucken zu müssen.
Ausgeschossen wird auch um die Seiten auf dem Druckbogen so anzuordnen, dass sie
nach dem Falzen und Zusammenführen mehrerer gefalzter Bögen wieder richtig
aufeinander folgen. Das Ausschießen (Kollationieren) erfolgt bereits in der
Druckvorstufe, richtet sich aber immer nach den Anforderungen der
Weiterverarbeitung, wenn z.B. bei Klebebindungen werden die einzelnen gefalzten
Bögen hintereinander angeordnet werden müssen, bei Rückenstichheftung aber die
Bögen ineinander gesteckt werden.
Bilderdruckpapier
gestrichenes Papier
Bogen
Als Bogen wird das Papier (Karton, Kunststoff, ) in seiner,
für die verwendetet Druckmaschine zugeschnittenen, Größe bezeichnet. Auf einem
Bogen können einer oder viele Nutzen aufgedruckt werden. Bei kleinen Nutzen
könne auch sehr viele auf einem Bogen passen. Als Beispiel seien Visitenkarten
genannt, wo, ausgehend vom Standardformat 85 x 54 mm, auf einem
(Offset)Druckbogen in der Größe von 700 x 500 mm bis zu 60 Nutzen Platz finden.
Auf einen (Digital)Druckbogen in der Größe von 450 x 320 mm passen noch immer
bis zu 25 Karten. Oder ein A3 Bogen auf dem 2 A4 Seiten (Nutzen) Platz
finden.
Bubble-Jet-Printer
Drucksystem nach dem Tintenstrahldrucksystem.
Dabei wir die in den Düsen des Druckkopfes vorhandene Tinte durch winzige
Heizflächen stark erhitzt. Sie erzeugt eine Dampfblase, durch deren Druck eine
winzige Farbmenge aus der Düse auf das Papier geschleudert wird daher auch die
Bezeichnung Bubble-Jet. Die einzelnen Tintentropfen sind sehr fein. Für den
gesamten Vorgang werden pro Tropfen nur 10-4 Sekunden benötigt. Auf der Basis
der heutigen Thermal-Ink-Jet-Technologien (hierbei sind derzeit die Firmen HP
und Canon führend) sind Tropfenvolumen von ca. 23 pl möglich (was einem
repräsentativen Tropfendurchmesser von cirka 35 µm entspricht). Die
Tropfenfrequenzen liegen im Bereich von 5 bis 8 kHz. Die Auflösung hängt vom
Tropfenvolumen ab, bei 23 pl sind 600 dpi möglich (Punktdurchmesser im Druck ca.
60 µm abhängig von der Viskosität der Farbe und dem Saugverhalten des Papiers
etc.). Die Farbdrucker, wie sie im Desktop-Publishing oder in der Büroumgebung
eingesetzt werden, sind überwiegend Thermal-Ink-Jet-Systeme.
Büttenpapier
Ursprünglich von Hand mit einem Sieb aus der Bütte
geschöpftes Papier. Dabei steht der Büttenrand organisch mit der Blattbildung in
Beziehung. Der echte Büttenrand ist also eine Herstellungs-Eigentümlichkeit, die
sich durch den auf die Schöpfform aufgesetzten Deckelrahmen ergibt. Neben dieses
Handbütten ist das auf einer Rundsieb-Papiermaschine hergestellte
Rundsiebbütten getreten. Es wird auch als Echtbütten bezeichnet, weil der
Büttenrand ebenfalls organisch mit der Blattbildung in Beziehung steht.
Imitierte Büttenpapiere werden auf Langsieb-Papiermaschinen hergestellt. Sie
erhalten später durch Ausstanzen mit einem unregelmäßig gezackten Messer, durch
nachträgliches Befeilen oder mechanisches Behandeln der Ränder einen imitierten
Büttenrand.
Cellophanieren
Das Überziehen von bedruckten Papieren, Kartons u.a.
mit einer transparenten Kunststofffolie. Ein- oder beidseitig möglich.
Beispielsweise bei Bucheinbänden.
CMYK
Engl. Abkürzung für Cyan, Magenta, Yellow, Key. Genormte
Prozessfarben für den subtraktiven Farbaufbau im herkömmlichen Vierfarbendruck.
Der Farbton dieser Farben ist in der ISO 2846 definiert.
Digitaldruck
Druckverfahren, aus der Xerografie entstanden, das
keine feste Druckform benötigt und von Druck zu Druck eine unterschiedlich
bedruckte Seite erzeugen kann. Es handelt sich um so genannte
Computer-to-Print-Systeme (CTP) für ein- und mehrfarbigen Druck. Die Daten
werden im Digitaldruck mittels Laser direkt auf eine wiederbeschreibbare
Bildträgertrommel (Fotoleiter) in der Digitaldruckmaschine übertragen. Dabei
kann jeder einzelne Druck mit beliebigen Änderungen gedruckt werden z.B.
Personalisierung, Mutationen, etc. Es werden Pulvertoner, aber auch Flüssigfarbe
eingesetzt. Die Druckdaten werden von einem RIP Rechner (Raster Image Processor)
berechnet und an die Druckmaschine weitergegeben.
Digitalproof
Digitale Daten werden auf Proofmaterial direkt an
einen Proofdrucker (z.B. Tintenstrahl-, Thermotransfer- und Farbsublimations-,
Digitaldruck) übertragen. Proofs haben die Aufgabe, eine Druckmuster zum Zweck
der Begutachtung von Layout, Text, Bild und Farbe in die Hand zu bekommen, dass
nach Möglichkeit ein perfektes Muster der späteren Auflage sein sollte.
Drucklacke
Glänzende und matte Öldrucklacke die über das Farbwerk
einer Offsetdruckmaschine aufgedruckt werden, wässrige Dispersionslacke
(Wasserlacke, Wasserkastenlacke), die mit Hilfe eines Feuchtwerkes aufgetragen
werden, und UV-Lacke, für deren Trocknung eine spezielle UV-Trocknungsanlage
vorhanden sein muss. Dabei kann die Übertragung des Lackes entweder über das
Feuchtwerk oder über das Farbwerk der Maschine erfolgen. In der Praxis werden
aber mehr und mehr spezielle Lackierwerke, Lackiereinrichtungen und
Lackiereinheiten eingesetzt, die den eigentlichen Druckwerken nachgeschaltet
sind.
Falten
Manuelles Umlegen von flächigen Materialien (z.B.
Papier).
Falzarten
Kreuzbruchfalzungen, Parallelfalzungen, Leporello- oder
Zickzackfalz, Wickelfalz. Verschiedenen Falzmaschinentypen können
unterschiedliche Falzarten ausführen.
Falzen
Maschinelles Umlegen von flächigen Materialien (z.B.
Papier). Die beim Falzen entstehende Falzlinie wird als Falzbruch bezeichnet,
das gefalzte Produkt als Falzbogen.
Feinpapier
Allgemein die Bezeichnung für die edelsten Erzeugnisse
der Papierindustrie. Dies können Schreib- und Schreibmaschinenpapiere, Druck-
oder Zeichenpapiere und Kartons, aber auch Kunstdruckpapiere sein. Bei der
Herstellung wird besonders auf die Festigkeit der Oberfläche sowie auf gute,
gleichmäßige Durchsicht und sehr gute Bedruckbarkeit geachtet.
Flächengewicht
oder Quadratmetergewicht ist das Gewicht in Gramm
eines Quadratmeters eines bestimmten Papiers oder Kartons.
Gestrichenes Papier
hat zur Verbesserung der Oberflächenglätte und
der Bedruckbarkeit sowie zur Erzielung von Glanz einen Aufstrich. Er besteht aus
hochwertigen, natürlichen Pigmenten wie beispielsweise Kaolin, Kreide oder
Satinweiß, außerdem Bindemitteln, die die Pigmente auf die Papieroberfläche
transportieren, sie zusammenhalten und auf dem Rohpapier zum Haften bringen. Der
Auftrag der Streichfarbe erfolgt mitspeziellen Streichmaschinen. Die
Zusammensetzung der Streichfarben, die Auftragsmenge sowie das Streichsystem
haben einen wesentlichen Einfluss auf die Qualität gestrichener Papiere.
Einseitig gestrichene Papiere werden als Chromopapiere bezeichnet.
Großformatiger Ink-Jet-Druck (engl. Large Format Printing, kurz
LFP)
Ermöglichte das bedrucken von nahezu endlos langen Materialbahnen.
Es werden Großformatplotter verwendet die im Grunde wie jeder andere Ink-Jet
Drucker funktionieren. Durch Anpassung der Farben/Tinten (Dye, UV,) können
unterschiedliche Materialen, insbesondere auch Textilien und Kunststofffolien
für Plakatwände, bedruckt werden. Das Rollenmaterial wird in verschiedenen
Beschichtungen angeboten, je nachdem, ob die Drucke in Innenräumen oder für
Außenflächen zum Einsatz kommen. Zudem stehen auch Materialien zur Verfügung,
die ein nachträgliches Aufziehen des Druckes auf ein Trägermaterial ermöglichen.
Mit Laminiereinrichtungen können auf Vorder- und Rückseite Schutzfolien durch
Druck und Wärme aufgetragen werden.
Gußgestrichenes Papier
erhält seinen Glanz durch ein Abformen der
feuchten Strichoberfläche am Mantel eines hochpolierten, verchromten
Trockenzylinders. Bekannteste Qualität ist Chromolux. Neben der spiegelnden
Oberfläche zeichnen sich gußgestrichene Papiere und Kartons auch durch ein hohes
Volumen aus. Verwendung finden solche Materialen vor allem für Etiketten,
Banderolen und für anspruchsvolle Faltschachteln, Foldermappen und
Buchumschläge.
Hexachrome
ist ein Ansatz zur Erweiterung des CMYK-Farbraums als
Ausgleich der "notorischen" Schwächen dieses Modells. Der Hexachrome-Druck, ein
von der Firma Pantone entwickeltes System, das dem Vierfarbsystem neben CMYK
noch die Farben Orange und Grün zusetzt. Dadurch wird eine merkliche Erweiterung
des Farbraums erreicht.
HKS-Farben
Mischfarbensystem für Druckfarben, das von den
Unternehmen Hostmann & Steinberg, Kast + Ehinger und Schmincke entwickelt
wurde. Es besteht aus einer Reihe von Basisfarben. Man verwendet umfangreiche,
gedruckte Farbmischfächer der HKS-Farben auf Naturpapier und gestrichenem
Papier. Auf diesen sind zu den Mischfarben die entsprechende Anteile der
Basisfarben angegeben. Grafiker haben so die Möglichkeit, eine gewünschte
Druckfarbe zu bestimmen. Der Drucker kann dazu die entsprechende Druckfarbe
bestellen oder mit Basisfarben nach dem angegebenen Farbmischrezept selbst
mischen.
Imprinting
nennt man, den nachträglichen Eindruck auf
bereits fertiggestellte Werbemittel. Meist Personalisierung.
Kalander Maschine
zum Glätten von gestrichenen, aber auch
ungestrichenen Papieren, was auch als Satinieren bezeichnet wird.
Kaschieren
Beim Kaschieren wird der gedruckte Bogen auf ein
stärkeres Trägermaterial wie z. B. Siebdruckkarton, Leichschaumplatten, Pappe
usf. aufgeleimt.
Klebebindung
Oberbegriff für Verfahren, bei denen Einzelblätter
oder speziell bearbeitete Falzbögen mittels Spezialklebstoffen am Rücken
verklebt und zu einem kompakten und gebrauchsfähigen Buchblock verbunden werden.
Die Klebebindung ist das mit Abstand am meisten angewandte Bindeverfahren für
Broschuren und Hardcoverbände. Es sind prinzipiell zwei buchbinderische
Verfahrenstechniken zu unterscheiden: 1. Fächerklebebindung, 2.
Blockklebebindung. Bei der Fächerklebebindung, nach dem Erfinder auch
Lumbeck-Verfahren genannt, wird der Bund des zusammengetragenen Buchblocks glatt
aufgeschnitten. Die einzelnen Seiten des Buchblocks werden auf etwa zwei Drittel
der Fläche fest zusammengepresst. Der herausragende Rücken des Buchblocks lässt
sich zu beiden Seiten auffächern. Dabei wird jeweils Klebstoff aufgetragen und
der Rücken mit Gaze oder Papier überklebt. Durch dieses Fächern kann der
Klebstoff relativ weit zwischen die einzelnen Blätter des Buchblocks eindringen.
Dies fördert die intensive Haftung der einzelnen Blätter zu einem stabilen, gut
haltbaren Buchblock. Wegen hoher Kosten und geringer Leistung eignet sich das
Verfahren nur für besonders hochwertige Klebebindungen. Die Blockklebebindung
ist das überwiegend eingesetzte Bindeverfahren in der industriellen Broschuren-
und Buchherstellung. Vielfach wird in kompletten Bindestraßen gefertigt.
Buchblocks werden in Klebebindern automatisch aus gefalzten Lagen
zusammengetragen. Der Rohbuchblock wird im Rücken (Bund) gerüttelt, zu einzelnen
Blättern aufgefräst, evt. zusätzlich eingekerbt und mit Klebstoff eingestrichen.
Dazu werden synthetische Dispersionsklebstoffe oder thermoplastische
Schmelzklebstoffe verwendet. Bei Broschuren (so genannte Taschenbücher) wird auf
den noch nicht verfestigten Klebstoff der zwei- oder vierfach gerillte
Kartonumschlag um den Broschurenblock gelegt und am Rücken angepresst.
Kreuzbruchfalz
Falzart, bei der die Falzbrüche immer rechtwinkelig
zueinander stehen. Man unterschiedet zwischen symmetrischem und asymmetrischem
Kreuzbruchfalz.
Kunstdruckpapiere
beidseitig glänzende oder seidenglänzende,
gestrichene Papiere von 80-150g/m für den Druck von mehrfarbigen
Qualitätsarbeiten im Offsetdruck. Sie zeichnen sich durch glatte, ebenmäßige und
ruhige Oberflächen mit gleichzeitig hervorragenden Eigenschaften für den
Druckprozess, für die Lackierung und für andere Oberflächenveredelungen aus.
Laminieren
Werkstoff beidseitig mit einer transparenten
Kunststofffolie überziehen.
Large Format Printing, kurz LFP
siehe Grossformatdruck
Leporellofalz
bei der der Bogen im Zickzack gefalzt wird, wobei
zwei oder mehrere Parallelfalzbrüche in wechselnder Richtung in gleichen oder
abgestuften Abständen durchgeführt werden. Auch Z-Falz.
Mattgestrichenes Papier
oder "beidseitig gestrichene Papiere" die
nach dem Streichen entweder nicht oder nur wenig satiniert wurden, um durch die
raue Oberflächenstruktur einen matten Charakter zu bekommen. Seidenmatte Papier
werden auch über spezielle Mattkalandrierungen erzeugt.
Moiré
Störende Musterbildung bei einem mehrfarbigen
Rasterdruck durch falsche oder ungeeignete Rasterwinkelung.
Naturpapier
Allgemeine Bezeichnung für Papiere, die keine
Veredelung durch einen Strich erfahren haben. Sie können auch als
ungestrichene Papiere bezeichnet werden.
Offsetdruck
Indirektes Flachdruckverfahren, bei dem die druckenden
und nicht druckenden Stellen der Druckform in nahezu einer Ebene liegen, und bei
dem das Bedrucken des Bedruckstoffes nicht direkt, sondern indirekt über einen
Zwischenträger, dem Gummituch, erfolgt. Das Wort Offset stammt aus dem
englischen und wurde abgeleitet von dem Verb to set off (=absetzen). Es
charakterisiert das Offsetdruckverfahren, nämlich die Übertragung (=absetzen)
der Druckfarbe von der Druckform auf das Gummituch und von dort erst auf die
Oberfläche des Bedruckstoffes. Wie bei allen Flachdruckverfahren beruht auch der
Offsetdruck auf dem gegensätzlichen physikalisch-chemischen Verhalten bestimmter
Substanzen, dem farbannehmenden und farbabstoßenden. Im Offsetdruck geschieht
dies durch eine dünne Platte aus Aluminium, auf deren Oberfläche sich Druckfarbe
annehmende (hydrophobe) Bildstellen und bildfreie (hydrophile) Stellen befinden,
die durch Benetzung mit einem Wasser farbabstoßend werden. Im Offsetdruck wird
das CMYK-Farbmodell Magenta, Yellow, Key oder auch Kontrast) verwendet. Es
wird für jede Farbe eine eigene Drcukplatte und ein eigenes Druckwerk benötigt.
Der Farbton dieser Farben ist in der ISO 2846 definiert. Mit den vier Farben
kann ein großer Teil der Farben des Farbraums gedruckt werden. Für Farben, die
nicht mit CMYK-Farben gedruckt werden können (gold, silber, reflektierende
Farben, Farben außerhalb des Farbraumes) oder nicht gedruckt werden sollen (wie
etwa die eines Firmenlogos), gibt es noch verschiedene standardisierte
Farbpaletten wie etwa HKS-Farbfächer oder Pantone (Volltonfarben). Durch
unterschiedlich große Rasterung (kleine, vom Auge nur vom nahen erkennbare
Punkte) ergeben sich aus vier Druckfarben eine riesige Menge an dem Auge
sichtbaren Farbnuancen.
Pantone
Druckfarben Pantone ist eine Schutzmarke der Pantone Inc.,
New York, für das Pantone-Matching-System (PMS). Basis des Farbmischsystems
sind 8 Grundfarben, aus denen unter Verwendung von Schwarz und Transparentfarben
Weiß 487 Standard-Farbtöne entwickelt wurden, die sowohl auf gestrichenem als
auch auf ungestrichenem Papier im Offsetdruck in einem speziellen Farbfächer
gezeigt werden. Die PMS-Nummern und vollständigen Farbmischrezepte für jeden
Farbton werden unter dem jeweiligen Druck angegeben.
Parallelfalzung
bei denen die Falzbrüche grundsätzlich stets
parallel zueinander liegen.
Personalisierung
ist die persönliche Ansprache des Empfängers mit
Name und weiteren Merkmalen wie Adresse oder sonstigen personenbezogenen
Mitteilungen.
Piezo-Röhrchen-Verfahren
Ink-Jet-Drucktechnik. Dabei verbindet ein
feines Röhrchensystem den Tintenvorratstank auf dem Druckkopf. In einem
Druckkopf sitzen 9 bis 32 Piezo-Elemente. Bevor die Tintentropfen mit einem
Durchmesser von 0,0234 Millimeter in einer Geschwindigkeit von 700 km/h aus der
Düsenöffnung treten, quetschen die Piezo-Röhrchen die von ihnen umschlossenen
Tintenkanäle. Beim Piezo Ink-Jet wird im Gegensatz zum Thermal-Ink-Jet das
Herausschleudern eines Farbtropfens durch mechanisches Verdrängen im Farbkanal
erzeugt und nicht durch Erhitzen und Verdampfen innerhalb des Ink-Jet-Systems.
Im Gegensatz zu Thermal-Ink-Jet-Systemen ermöglichen die mechanisch-elektrisch
basierten Piezo-Ink-Jet-Systeme die Ansteuerung mit höheren Frequenzen.
Postscript-Druckraster (Digtaldruckraster)
Das heute am weitesten
verbreitete Druckraster ist der Postscript-Raster. Er wird von fast allen
Druckmaschinen sowie auch von Laserdruckern eingesetzt. Bei diesem werden
Farbabstufungen einzelner Farben erzeugt, indem die Farbe in ein Raster aus
zueinander im rechten Winkel stehenden Zeilen und Linien von Einzelpunkten
zerlegt wird. Die gewünschte Helligkeit der Farbe wird dadurch durch den
Durchmesser der einzelnen, kreisrunden Druckpunkte bestimmt: Je heller die
Einzelfarbe gedruckt werden soll, desto kleiner ist der Durchmesser des
betreffenden Druckpunktes. Dies ist dem fotografischen Raster nachempfunden.
Beim üblichen Vierfarbdruck werden die Raster der einzelnen Farben in einem
Winkelversatz von 30° zueinander übereinandergedruckt.
Prozessfarben
Genormte Druckfarbenskala für den Vierfarbendruck mit
Cyan (C), Magenta (M), Gelb (Y=Yellow) und Schwarz (K=Key). Mit dieser
Farbmischung ist eine Vielzahl aller vorkommenden Farben drucktechnisch
wiederzugeben. Das Farbsystem wird allgemein CMYK-System genannt.
Randabfallend
siehe "abfallend"
Rasterung
Um kontinuierliche Farbtonwerte im Druck wiedergeben zu
können, muss das Original in kleinste Rasterpunkte unterschiedlicher Größe oder
unterschiedlichen Abstandes zueinander zerlegt werden. Der Grund ist, dass die
meisten Druckverfahren binär arbeiten, d.h. entweder wird Farbe in gleichmäßiger
Schichtdicke aufgetragen oder keine Farbe. Es variieren nur Anordnung und Fläche
auf dem Bedruckstoff. Dadurch können verschiedene Tonwerte wiedergegeben werden.
Die Rasterung hat hauptsächliche die Aufgabe, Halbtonwerte zu erzeugen, die
kontinuierliche Tonwertverläufe simulieren sollen. Der Eindruck eines
kontinuierlichen Tonwertverlaufs entsteht, wenn das menschliche Auge die
einzelnen druckenden Elemente nicht mehr einzeln aufzulösen in der Lage ist. Das
tritt bei einem 60er-Raster ein, d.h. bei 60 Linien/cm, was einem
Rasterpunktabstand von 0,16mm entspricht. Im Unterschied dazu wird beim
tiefenvariablen Tiefdruck eine dem Tonwert entsprechende mengenmäßige
Farbdosierung bei der Farbübertragung erzeugt die Größe der Rasterpunkte
bleibt gleich, es variiert die Schichtdicke der Farbe.
Rasterweite
Heute auch Rasterfrequenz. Bei autotypischer Rasterung
die Angabe der (wie auf einem gleichmäßigen Gitternetz stehenden) Rasterlinien
pro Zentimeter (abgekürzt L/cm). Bei einem Raster mit 60 L/cm stehen 60
Rasterpunkte auf einer Strecke von 1 cm nebeneinander. Rasterweiten für
unterschiedliche Bedruckstoffe: 30-48 L/cm Zeitungspapiere; 40-54 L/cm
satinierte Illustrationsdruckpapiere; 54-70 L/cm Bilderdruckpapiere
(maschinengestrichen), 60-60 L/cm Kunstdruckpapiere, gußgestrichene Papiere,
180 L/cm Spezialarbeiten auf hochwertigsten Papieren. Ein 60er-Raster hat
beispielsweise 60 Linien pro cm, auf einem Quadratzentimeter sind demnach 3600
Rasterpunkte.
Rasterwinkellage
Um eine störende Musterbildung (=Moiré) zu
vermeiden, sind bei Farbdrucken die Rasteranordnungen pro Druckfarbe anders zu
winkeln. Nach DIN 16547 sind dazu die Winkelgrade 0, 15, 45 (bzw. 135) und 75 zu
wählen. Grundsätzlich liegt die optisch hellste Druckfarbe Gelb auf 0°, die
bildwichtigste Druckfarbe auf 45°. Gewinkelt werden kann bei dominierendem
Schwarz y:0; k:45, m:15; c:75; bei reinen Rottönen y:0, k:15, m:45,
c:75.
Repro(duktion)
1. Allgemein: aus dem Lateinischen
producere=hervorbringen; abgeleitet: Nachbildung, Wiedergabe,
Bildwiedergabe
2. Teilbereich der Druckvorstufe: technisches Erfassen und
Umsetzen von Vorlagen, rechnergestütztes Reproduzieren nach mehrfarbigen
Bildvorlagen und digitalen Informationsträgern, rechnergestütztes Montieren
mehrfarbiger Bilder, Grafiken und Texte als Vorbereitung für den Druck.
RGB
Abkürzung für Rot, Blau, Grün. Additiver Farbaufbau, wie er
beispielsweise für die Monitordarstellung von Farben benötigt wird. Der
Farbaufbau erfordert für den Druck eine relativ aufwändige Umrechnung in
cmyk.
Rillen
Vorbereitendes Verfahren für eine Biegestelle bei Karton
oder Pappe. Dabei wird durch Verdichtung oder Verdrängung an der Biegestelle
eine Rille geformt, die zu einem Wulst führt, der beim Biegen ein Aufreißen des
Materials und der aufgebrachten Farbe verhindert.
Rückenstichheftung
Mehrere ineinander gesteckte Doppelblätter
werden im Falz mit Draht zusammengeheftet.
Sammeln
Ineinander
Stecken der gefalzten Druckbögen (z.B. vor der Weiterverarbeitung zur
Rückenstichbroschüre)
Satinieren
Bei Papier bedeutet Satinieren, dass der Oberfläche
Glätte und Glanz auf einem Kalander verliehen wird. Durch Druck, Reibung, Wärme
und Feuchtigkeit wird geglättet und
verdichtet.
Streuverluste
Von Streuverlusten spicht man bei dem
Anteil von Werbesendungen, der an die falsche Zielgruppe geht (weil der
Empfänger sich z.B. nicht für das Angebot interessiert).
Siebdruck
Druckverfahren bei dem eine Schablone alle
Nichtbildstellen, also alle nicht druckenden Stellen durch eine manuelle oder
fotomechanische Schablone auf dem Sieb verschließt. Durch offene Stellen wird
die Druckfarbe mit einem relativ geringen Anpressdruck von einer Rakel auf den
Bedruckstoff übertragen. Im Siebdruck wird in verschiedenen Verfahren gedruckt:
Flächendruck, Rotationsdruck, Runddruck, Zylinderdruck. Der Siebdruck auf
Textilien wird als Filmdruck oder Stoffdruck bezeichnet, der künstlerische als
Serigraphie. Druckformen des Siebdrucks sind Vierkantrahmen, die stramm mit
einem Gewebe aus Naturseide, Kunststoff- oder Metallfäden bespannt sind. Sie
sind Träger der Siebdruck-Schablone.
Spiralbindung
Eine
Kunststoff- oder Drahtspirale wird in vorgestanzte oder gebohrte Öffnungen des
zu bindenen Materials eingedreht.
Subtraktive
Farbmischung
Materielle Farben und deren Farbmischungen. Die Grund- oder
Primärfarben sind Cyan, Gelb (Yellow), Magenta. Theoretisch ergibt die Mischung
der subtraktiven Grundfarben bei gleichen Anteilen Schwarz. Da es keine
Optimalfarben, sondern nur reale Farben mit optischen Mängeln gibt, ist für
den Vierfarbdruck zusätzlich die Farbe Schwarz erforderlich. Subtraktive
Farbmischungen entstehen bei Durchgang des Lichtes durch einen Stoff oder bei
Reflexion des Lichtes an Farbstoff- oder Pigmentschichten. Die subtraktive
Farbmischung mit den CMYK-Farben kommt im Offset und Digtaldruck zum
tragen.
Tintenstrahldrucker
Unter Ink-Jet-Druck versteht man
das berührungsloses Druckverfahren, bei dem eine winzige Menge Tinte aus einer
oder mehreren extrem kleinen Düsen elektronisch gesteuert auf den Bedruckstoff
geschossen wird. Es kommt zu keiner Berührung zwischen Farbträger und zu
bedruckendem Material. Bei den meisten Ink-Jet-Verfahren werden flüssige Farben
eingesetzt, was sehr geringe Schichtdicken ermöglicht, und die Grundlage für
qualitativ hochwertige Drucke, vor allem bei Farbbildern ist. Höchste
Druckqualität lässt sich durch speziell beschichtete Papiere (Fotopapiere)
erreichen, die das Zerfließen der Farbe vermeiden und zudem kurze
Trocknungszeiten bieten.
Ungestrichene
Papiere
siehe "Naturpapiere"
Wickelfalz
Ist eine Falzart bei der ein Bogen in gleicher Richtung mit zwei oder
mehreren Falzbrüchen aufwickelnd um das innere Blatt gefalzt wird.
Wire-O-Bindung
siehe "Spiralbindung"
Zickzackfalz
siehe
"Leporellofalz"
Zusammentragen
Anordnen der gefalzten
Druckbögen übereinander (z.B. vor der Weiterverarbeitung zur
Klebebindung)